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2 Aussehen und Bedienung


Desktop
Desktop

Beim ersten Start präsentiert sich fluxbox aufgeräumt und meist sehr leer. Das läßt sich durch die vielseitigen Konfigurationsmöglichkeiten aber einfach verändern. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf einen freien Platz der Arbeitsfläche bringt das Fluxbox-Menü hervor. Sein Aussehen variiert stark, je nach den getroffenen Einstellungen. Untermenüpunkte sind durch ein kleines Symbol gekennzeichnet. Programmstarter haben kein Symbol neben der Beschriftung. Ein Klick auf einen Programmstarter führt das ausgewählte Programm aus. Mit dem Menüpunkt Exit verläßt man fluxbox, Restart startet fluxbox neu, wobei die geöffneten Programme nicht geschlossen werden. Der Menüpunkt Reconfigure liest die Konfigurationsdateien erneut ein. Dies ist vor allem nützlich, wenn man für fluxbox ein eigenes Aussehen (Stil) kreiert, da man ansonsten den Fenster-Manager bei jedem Test erneut starten müsste.

Normalerweise befindet sich am unteren Bildschirmrand die Werkzeugleiste. In der Mitte wird der Text der Titelleiste des aktiven Fensters angezeigt. Mit den beiden Symbolen rechts davon kann man zwischen den geöffneten Programmen hin und her wechseln. Standardmäßig kann dieselbe Funktion mit der Tastenkombination Alt+Tab und Alt+Shift+Tab genutzt werden. Diese Standardfunktion lässt sich allerdings auch auf andere  Tastenkombinationen legen. Dazu aber später mehr. Ganz rechts in der Werkzeugleiste befindet sich eine Uhr. Auf der linken Seite befindet sich die Arbeitsflächenanzeige. Mit den Pfeilen rechts vom Arbeitsplatznamen, den man auch verändern kann, kann zwischen den Arbeitsflächen gewechselt werden. Mit der Grundeinstellung gelangt man über die Tastenkombination Alt+FX auf die Arbeitsfläche X, sofern diese existiert. Im Fluxbox-Menü kann man unter den Menüpunkten FluxBox und Workspaces den Menüpunkt New Workspace aktivieren, um eine neue Arbeitsfläche zu erhalten. Möchte man immer die gleiche Einstellung hierfür verwenden, so hat man die Möglichkeit dies in der Datei ~/.fluxbox/init unter dem Punkt session.screen0.workspaces: Anzahl einzutragen. Außerdem hat man die Auswahl zwischen den vorhandenen Arbeitsflächen und kann direkt ein dort geöffnetes Programm verwenden. Des Weiteren kann man die letzte Arbeitsfläche entfernen. Dieses Menü kann sich auch an einer anderen Stelle befinden (je nach Konfiguration). Bei der neueren, eingangs erwähnten Version befinden sich die Workspaces-Einstellungen als Hauptpunkt im Fluxbox-Menü. Mit einem Klick der rechten Maustaste auf die Werkzeugleiste kann man in dem danach erscheinendem Kontextmenü den Ort der Werkzeugleiste verändern und die aktuelle Arbeitsfläche umbenennen. Es kann auch bestimmt werden, ob die Werkzeugleiste Fenster immer überdeckt, oder ob sie automatisch verschwinden soll, wenn der Mauszeiger von ihr entfernt wird.


Fluxbox-Menüs
Fluxbox-Menüs

Im Menü Styles lässt sich das Aussehen (Stil) von Fluxbox einstellen. Es werden alle installierten Stile angezeigt, die in dem systemweiten Verzeichnis /usr/share/fluxbox/styles und im benutzereigenen Verzeichnis ~/.fluxbox/styles gefunden werden. Im Letzteren kann jeder Benutzer seine eigenen Stile installieren, während im Ersteren nur der Systemadministrator  root dieses Recht besitzt.


3 Besonderheiten


3.1 Vereinigung von Fenstern (Tabbing)

Jedes Fenster hat neben der Fensterleiste standardmäßig auch einen Reiter, in dem die Titelleistenbeschreibung in Kurzform angezeigt wird. Mit einem Klick der mittleren Maustaste (gedrückt halten) kann man den Reiter in ein anderes geöffnetes Fenster ziehen (und dann loslassen). Dadurch werden beide Fenster vereinigt. Es müssen noch nicht einmal die gleichen Programme in den Fenstern ablaufen. Als Ergebnis hat man ein Fenster mit zwei Reitern (das selbe Prinzip verwendet das Konsolen-Programm screen). Durch das Herüberfahren mit der Maus über einen der Reiter kann man im nachlässigen Fokustyp (Sloppy Focus) zwischen den vereinigten Fenstern wechseln. Bei der Verwendung anderer Fokustypen ist ein Klick mit der linken Maustaste notwendig. Um vereinigte Fenster wieder zu trennen, muss nur die oben beschriebene Prozedur umgekehrt werden: Klick mit der mittleren Maustaste auf den Reiter des Fensters, welches man verselbstständigen möchte, und anschließend den Reiter auf einen freien Platz der Arbeitsfläche ziehen. Benutzer von Zweitastenmäusen können (falls diese Option im XServer eingeschaltet ist) durch das gleichzeitige Drücken der linken und rechten Maustaste einen Klick mit der mittleren Maustaste simulieren.


3.2 Fenster verändern

Aktiviert man das Rechteck unter dem Reiter eines Fensters, so ist das Fenster auf allen Arbeitsflächen zu sehen und verwendbar. Ein Doppelklick auf die Titelleiste rollt das Fenster ein. Ein erneuter Doppelklick rollt es wieder aus. Die drei Symbole am rechten Rand sind wie gewohnt zum Minimieren, Maximieren und Schließen von Fenstern zuständig. Ein Klick mit der rechten Maustaste öffnet ein Kontextmenü. Darin kann man das aktuelle Fenster (Send to ...) oder die aktuelle Fenstergruppe (Send Group to ...) auf eine andere Arbeitsfläche schicken und die bisher erwähnten Aktionen ebenfalls durchführen. Des Weiteren kann man das Fenster auf eine niedrigere (Lower) oder höhere (Raise) Ebene schicken. Fenster auf einer höheren Ebene überdecken dabei immer Fenster auf einer niedrigeren Ebene.

Man kann ein Fenster ebenfalls mit gedrückter Alt-Taste und einem Klick der linken Maustaste irgendwo auf das Fenster verschieben. Es dürfte bekannt sein, dass man Fenster auch mit einem Klick der linken Maustaste innerhalb der Titelzeile verschieben kann. Während des Verschiebens des Fensters zeigt fluxbox zur Information die Koordinaten der neuen Fensterposition relativ zur alten an. Eine weitere sehr nützliche Funktion besteht darin, die Fenstergröße verändern zu können. Am einfachsten bewerkstelligt man dies, indem man die Alt-Taste gedrückt hält und bei gedrückter rechter Maustaste das Fenster vergrößert bzw. verkleinert.



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