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2 ISO-Image

Für die Bearbeitung von ISO-Images verwendet man das Tool mkisofs (make ISO FileSystem). Sollte mkisofs nicht schon installiert sein, findet man es im Paket cdrtools auf
ftp://ftp.berlios.de/pub/cdrecord/alpha/


2.1 erstellen

Will man eine Daten-CD erstellen, macht man zuerst ein ISO-Image. Will man z.B. sein /home/user in ein ISO-Image mit dem Namen meineDaten.iso packen, genügt ein:

user@linux ~$ mkisofs -o /mnt/disk2/meineDaten.iso -R -T -V MeineDaten /home/user/

Der Befehl ist ein wenig lang, doch wird damit schön gezeigt, was mkisofs alles kann. Mit -o teilt man mit, das man das zu erstellende Image in eine Datei ablegen will (output). Wichtig ist, das sich die zu erstellende Datei nicht dort befindet, wo man die Dateien her kopieren will.

Mit -R erstellt eine CD vom Type RockRidge, da diese dem Linux-Dateisystem am nächsten kommt. Mit der Option -T wird zusätzliche Datei (TRANS.TBL) erzeugt. Darin werden die Dateinamen in einer Kurzform abgelegt, so das auch DOS mit der CD klar kommt. Unter Windows ist es üblich, der CD einen Namen zu vergeben, der im Dateimanager angezeigt wird. Dies geschieht mit -V und zeigt in unserem Fall "MeineDateien" an. Am Ende des Befehls listet man alle Verzeichnisse und Dateien auf, die auf die CD kommen sollen.

Für den täglichen Gebrauch reichen die hier erwähnten Optionen. Will man speziellere CDs brennen, empfiehlt sich wie immer der Blick in die Manualpage (man mkisofs).


2.2 testen

Wer kennt es nicht: Nach dem Brennen bemerkt man, das die wichtigste Datei in einem anderen Verzeichnis lag und man sie daher nicht hat. Unter Windows bedeutet dies ein neuer Anlauf mit einem neuen Rohling.

Linux ist aber auch hier geschickter und bietet einem eine Testmöglichkeit. Dazu wird das ISO-Image in den Verzeichnisbaum eingehängt/gemountet:

user@linux ~$ mount -t iso9660 -o loop,ro /mnt/disk2/meineDaten.iso /cdrom

Damit wird ein Loop-Device erzeugt und das Image meineDaten.iso unter /cdrom eingehängt. Man kann so das Image wie eine gewöhnliche CD verwenden.

Bemerkt man einen Fehler, kann man das ISO-Image löschen und ein neues Erstellen - ohne das man für diese Erkenntnis einen Rohling brauchte.



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