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Dokument Das CD-Brennprogramm k3b  Autor
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4 Endlich arbeiten mit k3b...

Nach all der grauen Theorie kann man nun mit der Arbeit - Erstellen bzw. Kopieren von CDs - beginnen. Wie schon eingangs angedeutet, werde ich mich auf einige gängige Beispiele beschränken. Ich denke, weitere Optionen und Möglichkeiten kann man auch gut selbst ausprobieren.

Wie eigentlich in allen derartigen Brennprogrammen auch unter Windows üblich, kann man die jeweiligen Projekte (vgl. die Punkte 7.2 und 7.3) unter einem noch zu vergebenden Namen abspeichern. Den individuellen Projektnamen ändert man durch Rechtsklick auf den aktuellen - im Beispiel steht auf dem Reiter noch "Namenlos1" - und speichert ihn durch einen Klick auf "Speichern unter" in einem Verzeichnis, in dem man Schreibrechte hat, ab. Das Speicherformat dieser Datei ist übrigens XML; die Endung dieser Datei lautet k3b.

Auch die Füllanzeige der CD am unteren Fensterrand dürfte den meisten aus Windows-CD-Brennprogrammen bekannt sein (siehe unter Punkt  Während und nach dem Brennen).


4.1 Eine CD kopieren

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der /CD-Kopie/:
1) on-the-fly, wofür man zwei Laufwerke benötigt und
2) die Kopie mit der Festplatte als Zwischenspeicher, auf der die Image-Datei gespeichert wird.

Falls bei zwei Laufwerken beide am selben IDE-Kabel angeschlossen sind, kann es trotzdem unter Umständen günstiger sein, den Weg über eine Image-Datei auf der Festplatte zu gehen. Auch wenn der Brenner über keinen Extra-Puffer (Burnproof, JustLink oder ähnlich) verfügt, ist es wohl meist besser, nicht on-the-fly zu brennen, da dann die Gefahr eines Buffer-Underrun (Abreissen des Datenstroms vom Lese- zum Schreiblaufwerk) besteht.

Am praktischsten ist es, einfach auf das Symbol "Copy CD" in der Leiste zu klicken. Es erscheint dann das folgende Dialogfenster:

Optionen-CD-Kopieren
Optionen-CD-Kopieren

Bevor man durch Klick auf "Kopieren" den Vorgang startet, sollte man noch die Einstellungen überprüfen (die Grundeinstellungen wurden bereits unter "Einstellungen/k3b einrichten" vorgenommen). Wichtig bei on-the-fly-Kopien ist natürlich, das Leselaufwerk anzugeben; auch die Brenngeschwindigkeit sollte man berücksichtigen, v. a. wenn die CD-R auch von älteren CD-ROM-Laufwerken gelesen werden soll. Das "Temporärverzeichnis" gibt an, wo die Zwischenkopie des ISO-Files gespeichert wird.


4.2 Eine (Daten-) CD zusammenstellen

Um eine /Daten-CD/ zu erstellen, gibt es zwei Wege:
1) Im Menü auf "Datei/Neues Projekt/New Data Project"
2) In der Symbolleiste auf "Neues Projekt/New Data Project"

Der obere Bildschirmteil gleicht nun der Ansicht im Konqueror in der Dateiansicht. Man kann nun durch Drag & Drop ganze Verzeichnisse oder gezielt einzelne Dateien in den unteren Bereich ziehen. Offenbar klappt das gleichzeitige Ziehen mehrerer Objekte nur bei Dateien: Klickt man ein Verzeichnis auch bei gleichzeitig gedrückter Shift - oder Ctrl-Taste an, wird sofort in dieses gewechselt. Dennoch geht die Zusammenstellung in der Regel wohl schnell von der Hand.

Hauptfenster
Hauptfenster

Wenn man mit dem Auswählen der Verzeichnisse und Dateien fertig ist und alle Einstellungen stimmen, klickt man entweder in der Symbolleiste auf "Brennen" oder mit der rechten Maustaste in den unteren Fensterbereich und im aufklappenden Kontextmenü ebenfalls auf "Brennen".

CD-Schreiben
CD-Schreiben

Wenn die zahlreichen Optionen auf den verschiedenen Reitern wie gewünscht eingestellt sind, startet man den eigentlichen Brennvorgang, indem man auf "Schreiben" klickt. Insgesamt gibt es vier Reiter, wovon der letzte (vgl. Screenshot oben) am meisten Optionen enthält. Einige sind für die Kompatibilität mit Nicht-Unix-OSs sehr wichtig und aus ähnlichen Programmen hinlänglich bekannt. Leider funktioniert die Hilfemethode mit dem Fragezeichen nur auf dem Reiter "Brennen".


4.3 Eine Best-of-CD (Audio) erstellen

Ein neues Audio-Projekt erstellt man auf sehr ähnliche Art und Weise wie das einer Daten-CD:
1) entweder über das Symbol "Neues Projekt" und einem Klick auf "New Audio Project", oder
2) im Menü "Datei/Neues Projekt" und wiederum "New Audio Project".

Um nun überhaupt Audio-Tracks zu "sehen", muss man das Leselaufwerk (ich in meinem Fall das Philips-Laufwerk) im linken oberen Fensterbereich von k3b anklicken, um es zu aktivieren. Je nach CDDB-Einstellungen und ob man gerade ins Internet eingeloggt ist, wird versucht, die Track-Infos vom eingestellten Server zu holen. Hat man diese Infos bereits irgendwann mal geholt, und befinden sich die Daten im konfigurierten Verzeichnis, wird zuerst im angegebenen Verzeichnis gesucht. Ist man offline und gibt es noch keine Daten, die für den Rechner erreichbar sind, gibt das Programm einen Warnhinweis aus. Die zu rippenden Tracks markiert man nun oben rechts, und mit der rechten Maustaste gelangt man ins Kontextmenü, wo man "Kopieren" anklickt (Alternative: Strg-C drücken). Das Verzeichnis, in das man die Titel rippen will, kann man hier noch anpassen (Verzeichnissymbol). Entsprechend den gemachten Voreinstellungen erscheinen nun die Titel entweder mit dem "Verzeichnis- und Dateinamenmuster" (z. B. Interpret und Titel) oder nur ganz formal als "Spur 1" usw., wenn man links unten das Häkchen entfernt. Mit dem "Zahnradsymbol" gelangt man in das "CD Ripping"-Menü der k3b-Einstellungen (vgl. CD-Ripping ). Ist man mit allen Einstellungen zufrieden, genügt ein Klick auf "Starte Rippen".

Track Rippen
Track Rippen

Ähnlich wie beim Erstellen einer Daten-CD navigiert man nun im Verzeichnis-Baum, um die gerippten wav-Dateien zu suchen (sofern sie wegen evtl. ungünstiger "Patterns" nicht in einem Verzeichnis liegen). Von rechts oben zieht man sie ins Projekt-Fenster. Je nach Voreinstellungen sind die Spalten für CD-Text leer oder ausgefüllt. Jeder Track ist einzeln editierbar, für den Fall, dass der CDDB-Server vielleicht falsche Daten geliefert hatte oder man die Einstellungen einfach anpassen möchte. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf den Titel und klickt im Kontextmenü auf Eigenschaften.

Track Eigenschaften
Track Eigenschaften

Sind auch diese Anpassungen erledigt, gelangt man mit einem Klick auf "Brennen" (Symbolleiste oder "Rechtsklick ins Projektfenster/Brennen") ins Brennmenü. Hier sind wie bereits oben auch nochmals Anpassungen abweichend von Standardeinstellungen möglich, bevor man mit dem finalen Klick auf "Schreiben" den Brennvorgang startet.

Eine kurze Erläuterung zur Option "on-the-fly" in diesem Fenster: das bedeutet, dass die WAV-Dateien direkt von der Festplatte gelesen werden, ohne vorher nochmals in ein ISO-Image geschrieben zu werden. Ein ISO-Image ist hier eigentlich überflüssig, denn die gerippten Daten sind ja bereits auf der Platte.


4.4 Während und nach dem Brennen

Als Beispiel, wie die Anzeige während des Brennens aussieht, habe ich das Erstellen der Audio-CD gewählt. Bei Daten-CDs sieht sie sehr ähnlich aus:
für Windows-Umsteiger nichts Neues...

Zum Abschluss des Brennvorgangs wird - sofern nicht umkonfiguriert - die fertige CD (bzw. die vorläufig fertige CD bei Multisession) ausgeworfen. Das Brennprotokoll, das man durch Klick auf "Zeige Debuggingausgabe" in einem neuen Fenster erhält, kann man jetzt mit "rechte Maustaste/alles markieren" kopieren und in einen Texteditor kopieren (dort meist "Bearbeiten/einfügen"). Den so erhaltenen Text kann man ggf. bearbeiten, um bspw. nur die relevanten Daten dauerhaft für evtl. Rückverfolgungszwecke zu archivieren. Das gleiche gilt für das Ripping-Protokoll beim Erstellen von Audio-CDs (hier allerdings ist es leer, wenn keine Fehler aufgetreten sind).



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