» SelfLinux » Anwendungs-Software » CD-Brennen » Das CD-Brennprogramm k3b » Abschnitt 3 SelfLinux-0.12.3
zurück Startseite Kapitelanfang Inhaltsverzeichnis PDF-Download (1 MB) GFDL weiter

SelfLinux-Logo
Dokument Das CD-Brennprogramm k3b  Autor
 Formatierung
 GFDL
 

3 Konfiguration

Jeder hat eigene Geräte und Besonderheiten in seinem Rechner und ziemlich sicher auch Software, die nicht unbedingt jeder andere auch hat. Deshalb hier kurz das Wichtigste zu meiner Ausstattung, sofern es hierfür relevant sein kann:
Meine Linux-Version ist SuSE 8 Prof, SuSE Kernel 2.4.18-4GB (nicht selbst gepatcht), am ide1 (zweiter IDE-Strang) hängen beide CD-Laufwerke (Master: Hitachi GD7500 DVD-Laufwerk; Slave: Aopen CRW2440-Brenner mit Firmware 2.08).

Die Hilfefunktion, die über den Menüpunkt Hilfe/Handbuch zu k3b aufgerufen werden soll, ist noch nicht impementiert: da ist sicher noch eine Korrektur bzw. Nacharbeit seitens der Entwickler (oder anderer Freiwilliger...) nötig. In vielen Fenstern kann man auf das Fragezeichen klicken und anschließend auf eine Stelle, die zum Ausfüllen oder Ankreuzen vorgesehen ist: dann sieht man einen Hilfetext (momentan noch ausschließlich auf englisch), der in den meisten Fällen bereits gut weiterhilft.


3.1 Einrichtungsassistent, von root auszuführen

Startet man k3b das erste Mal, so wird der sogenannte "Einrichtungs-Assistent" automatisch gestartet; auch wenn die Datei ~/.kde/share/config fehlt, startet er automatisch. Danach wird er über das Menü aufgerufen: Einstellungen/k3b Einrichtungsassistent. Als normaler User wird zur Ausführung dann das root-Passwort abgefragt. Bei falscher Eingabe kann man es übrigens nochmal versuchen. Die Sprache in diesem Assistenten ist durchgängig englisch. Der Einrichtungs-Assistent führt nun durch insgesamt sechs Bildschirme:

Schritt 1 - Startbildschirm
Schritt 1 - Startbildschirm

Schritt 2 - Speicherort der Programme,
die die Arbeit unter der Oberfläche verrichten (cdrdao, cdrecord und mkisofs); bei mir lief das ohne Probleme automatisch. Sollte ein Programm am falschen Ort eingetragen sein, kann man das durch einen Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag korrigieren. Dieser Fall ist unwahrscheinlich, eher fehlt ein Programm, was dann nachinstalliert werden muss. Hier können auch weitere Hilfsprogramme, die mit CD-Brennen zu tun haben (tccat, transcode usw.) mit ihrem Pfad angegeben werden.

Schritt 2 - Speicherort der Programme
Schritt 2 - Speicherort der Programme

Schritt 3 - gefundene Laufwerke
(/dev/sg0, zusätzlich /dev/sg1 bei zwei ATAPI-Laufwerken, die als SCSI-LW emuliert werden.

Schritt 3 - Gefundene Laufwerke
Schritt 3 - Gefundene Laufwerke

Schritt 4 - Festlegen der "Einhängpunkte"
für die Laufwerke, optional automatisches Eintragen in die Datei /etc/fstab (standardmäßig ist das angekreuzt)

Schritt 4 - Festlegen der Einhängepunkte
Schritt 4 - Festlegen der Einhängepunkte

Schritt 5 - Setup der Berechtigungen,
damit die Funktionen auch von Usern (nicht-root) ausgeführt werden können Benutzer hinzufügen, die k3b benutzen dürfen (Standard ist leer) Festlegen der Gruppe, bei der der Brenn-User Mitglied sein muss (Standard: cdrecording, bei mir cdwrite) /Änderung/ der benötigten /Zugriffsrechte/ für die Programme und für die Geräte (Standard: beide angekreuzt)

Schritt 5 - Berechtigung
Schritt 5 - Berechtigung

Schritt 6 - Sichern des Setup
Bei Klicken auf "Finish" werden die Änderungen ausgeführt. Optionen, die nicht angeklickt wurden, werden auch nicht ausgeführt.

Schritt 6 - Setup beenden
Schritt 6 - Setup beenden

Bei den Schritten 2-6 hat man mit "Back" immer die Möglichkeit, einen Schritt zurückzugehen, um die Eingaben nachträglich zu ändern.

Für meine Zwecke hat der Assistent nicht sehr viel gebracht: da die Hilfefunktion kaum vorhanden ist, konnte ich nicht herausfinden, wie ich die Geräte-Namen (also die Links) anpassen kann. Habe ich beispielsweise über "add device" versucht, ein neues Gerät hinzuzufügen, kam die Meldung, dass das Gerät bereits existiert. Das war im Prinzip auch logisch, denn es kann ja nur ein Gerät am SCSI-Knoten (0,0,0) bzw. (0,1,0) geben. Ich konnte vor dieser Eingabe auch kein Gerät löschen, um sozusagen Platz zu machen; dadurch war ich zunächst in einem Teufelskreis gefangen.

Ein weiterer Punkt ist die "Brenner-Gruppe" in der Standardeinstellung: cdrecording ist mit 11 Zeichen länger als unter SuSE normalerweise erlaubt (8 Zeichen). Die Folge ist, dass z. B. bei ls -l /usr/bin/cdrecord in der Gruppenspalte statt "cdrecording" nur "cdrecord" angezeigt wird.

Für k3b reicht es nicht aus, dass für alle CD-LWe die SCSI-Emulation läuft. Zusätzlich muss man sicherstellen, dass die Geräte über /dev/sgx angesprochen werden; x steht hier in der Regel für 0 bzw. 1 (bei zwei Laufwerken). Die Links müssen also auf die richtigen "Gerätedateien" zeigen, da man sie im Programm nicht anpassen kann (vgl. oben).


3.2 Einstellungen des jeweiligen Users

Es gibt auch etliche Einstellungen, die jeder von root eingetragene User (s. o.) vornehmen darf. Dazu klickt man unter "Einstellungen" den Punkt K3b einrichten..." an. Es geht hierbei vor allem um Optionen, die standardmäßig für alle eigenen neuen Projekte gelten sollen, z. B. für CD-Zusammenstellungen oder Best-of-CDs. Diese Optionen sind manuell vor jedem Brennvorgang noch veränderbar.

Schreiben:
hier ist vermutlich die Einstellung der Rohlingsgröße im Reiter "Projekte" eine der wichtigsten; ich setze beispielsweise praktisch nurnoch 80-Minuten-Rohlinge (700 MB) ein, Standard wäre hier 74 Minuten(650 MB). Im Reiter "Erweitert" kann man überbrennen ermöglichen (Allowoverburning).

Optionen-Schreiben
Optionen-Schreiben

Geräte:
für mich waren hier die entscheidenden Einstellungen verborgen, und zwar der cdrdao-Treiber. Da meine Geräte nicht in der Liste auftauchen, musste ich bei beiden Geräten "generic-mmc" aus der Liste auswählen.

Optionen-Geraete
Optionen-Geraete

Programme:
wenn man ausser den absolut notwendigen Programmen cdrdao, cdrecord und mkisofs weitere Programme auf der Festplatte hat, kann man den Pfad manuell eingeben. Dazu klickt man doppelt unterhalb von "path" in das Feld und gibt dann den Namen über die Tastatur ein. [Ob die Eingabe wirklich akzeptiert wird, habe ich nicht ausprobiert.]

Optionen-Programme
Optionen-Programme

CDDB:
Wie zu vermuten, nimmt man in dieser Abteilung die Einstellungen für den CDDB-/FreeDB-Server vor und gibt an ob und wo die Daten lokal abgespeichert werden (als Standard ist hier bereits ~/.CDDB/ eingetragen).

Optionen-cddb
Optionen-cddb

CD-Ripping:
Einstellungen, nach welchem Muster gerippte Audio-Dateien auf die Platte geschrieben werden (mit Muster-Einblendung unten im Fenster).

Optionen-Ripping
Optionen-Ripping

Diverses:
für User, die nur ein CD-Laufwerk haben, oder die ein Image zwischenspeichern wollen, kann hier der Pfad angepasst werden (je nach Partitionsgröße kann dies eine sehr wichtige Option sein).

Optionen-Diverses
Optionen-Diverses

In den Dialogen verbergen sich weitere, teils sehr spezielle Optionen und Funktionen; ich habe nur die augenfälligsten aufgeführt.

Zusätzlich zu diesen Konfigurationen kann man sich mit der Anpassung der Symbolleiste häufig gebrauchte Aktionen in "Klickreichweite" holen: "Einstellungen/Werkzeugleisten einrichten" und die gewünschten Symbole im aufgegangenen Fenster auf die rechte Seite holen: Klick auf die gewünschte Funktion und Rechtspfeil-Schaltfläche. Allerdings verändert sich dann auch die Ansicht der Leiste: nur noch die unbeschriftetetn Symbole sind dann zu sehen. Beim nächsten Programmstart sind die Symbole dann wieder beschriftet (*). Analog kann man auch die meisten Funktionen aus dieser Leiste entfernen.

(*) Vermutlich gehört dieses Verhalten zu den (verschmerzbaren) "Kinderkrankheiten" von k3b.



zurück Seitenanfang Startseite Kapitelanfang Inhaltsverzeichnis PDF-Download (1 MB) GFDL weiter