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Dokument Grundlagen des CD-Brennen  Autor
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2 Begriffe


2.1 Tracks

Ein Track ist ein Teil einer CD. Bei der Audio-CD gibt es pro Stück einen Track, auf Daten-CD sind alle Daten in einem geschrieben.


2.2 Sessions

Eine Session kann man als einen Arbeitsgang auffassen. Dabei werden ein oder mehrere Tracks geschrieben. Man kann CDs sowohl als Singlesession wie auch als Multisession brennen. Single bedeutet, das man die ganze CD in einem Durchgang beschreibt, während man bei der Multisession mehrere Anläufe macht (die neuen Daten werden hinten an die alten angehängt).

Da CD-Player nichts mit einer Multisession-CD anfangen können, macht dieses Verfahren nur bei CD-ROM Sinn. Durch eine Änderung am TOC (Table of Contents = Inhaltsverzeichnis) ist es möglich, Dateien bei einer vorhergehenden Session zu "löschen". Die Dateien sind physikalisch noch immer auf der CD vorhanden, können aber nicht mehr über das TOC angesprungen werden. Aus Sicht des Benutzers sind die Daten somit gelöscht.


2.3 Lead-in und Lead-out

Das Lead-in wird am Anfang jeder Session geschrieben. Es enthält das TOC und ist zwingend notwendig, wenn man die CD später lesen will. Für jedes Lead-in braucht es ca. 9 MB.

Am Ende jeder Session steht das Lead-out. Damit wird das Ende der CD markiert. Für das 1. Lead-out braucht man knapp 13 MB, für jedes weitere braucht man nur noch 4 MB.

Will man eine CD beschreiben, kommen so auf jeden Fall mindestens 22 MB hinzu - egal ob die zu brennende Datei 600MB oder 1MB gross ist.


2.4 On-The-Fly

Bei diesem Verfahren wird eine Datei ohne zwischenspeichern auf der Festplatte geschrieben. Dies braucht man vor allem beim Kopieren von CDs. Dabei ist das Original im CD-Laufwerk und der Rohling liegt im Brenner.


2.5 Track-at-Once (TAO)

Audio-CDs sollte man immer im TAO-Modus schreiben. Dabei werden die Tracks einzeln geschrieben und so wird zwischen den Stücken eine Pause von 2 Sekunden eingebaut. Will man eine Pause vermeiden, z.B. bei Live-Aufnahmen, sollte man DAO verwenden.


2.6 Disc-at-once (DAO)

Bei DAO wird die ganze CD in einem Durchgang beschrieben. Im Gegensatz zu TAO wird dabei der Laser zwischendurch nie abgeschaltet. DAO funktioniert mit fast allen neuen Brennern, doch kann diese Brennweise nicht bei älteren Geräten verwendet werden.

Will man eine exakte Kopie einer CD, sollte man diese mit DAO brennen.


2.7 SCSI-Emulation

Unter Linux funktioniert das Brennen von CDs nur über SCSI. Hat man einen (E)IDE-Brenner, und einen Kernel der Version 2.4 und niedriger, muss man einen SCSI-Brenner emulieren. Danach kann man ohne Probleme loslegen. Für Benutzer der Kernel-Reihe 2.6 und aufwärts, ist es bedeutend einfacher, da die Emulations-Funktion bereits im Kernel eingebettet ist. Sprich es müsste von Anfang an Funktionieren.

Wie diese Emulation bei einem 2.4er Kernel eingerichtet werden muss, ist im Text  cdrecord beschrieben


2.8 Buffer Underrun

Ein Track muss in einem Stück geschrieben werden. Jeder CD-Brenner hat daher einen Buffer, in dem die Daten zwischengespeichert werden. Sollte der Datenfluss von der Festplatte eine kurze Unterbrechung haben, werden die Daten aus dem Buffer gelesen.
Sollte der Buffer leer sein, bevor die Daten wieder von der Festplatte kommen, gibt es einen Aussetzer. Dies wird als "Buffer Underrun" bezeichnet und war schon für viele Rohlinge das Todesurteil.

Es gibt mittlerweile von fast jedem Hersteller eine Hardware-Lösung zur Vermeidung dieser Buffer Underruns. Bei Plextor heisst diese Funktion BURN-Proof, bei LG SuperLink.


2.9 Finalisieren oder Fixieren

Damit meint man das Abschliessen einer Multisession-CD. Durch diesen Vorgang wird die CD "versiegelt" und kann nicht mehr ergänzt werden. Dafür kann man sie aber in jedem Laufwerk lesen.


2.10 ISO-Image

Unter einem ISO-Image versteht man ein Abbild einer CD. Diese Datei entspricht 1:1 dem, was man auf die CD brennen will. Zur einfacheren Wiedererkennung gibt man dieser Datei oft die Endung *.iso.
Damit cdrecord eine CD brennen kann, muss vorgängig ein ISO-Image erstellt werden.



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