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30 Betrieb hinter einer Firewall

Hierbei gibt es zwei zu trennenden Dinge: DNS-Server, die Clientanfragen bearbeiten, und Autoritative-Server. Man kann diese auf getrennten Maschinen unterbringen, denn DNS-Server, die Clientanfragen beantworten, sind von Denial-Of-Service Attacken nicht so stark betroffen, wie Authoritative-Server. Mit der Option

query-source address * port 53;

kann man bind anweisen, alle Anfragen von Port 53 aus zu machen. Damit kann man die Firewall für die hohen Ports (>1023) auch noch sperren. Zusätzlich kann man auch die Zieladdressen begrenzen, wenn man den Server "forward-only;" konfiguriert. Dann gibt man ihm z.B. drei Forwarder, und erlaubt nur Verbindungen zu diesen. Diese Verbindungsregeln müssen für UDP und TCP gelten, da bind bei Anfragen, die nicht mehr in ein einzelnes UDP-Paket passen, TCP verwendet. Selbstverständlich sollte die Firewall Regelverstöße loggen.

Betreibt man einen Primary, und läßt die Secondaries vom ISP machen, so muß mit diesem abgesprochen werden, von welchen Maschinen aus welche Art von Zugriff zu erlauben ist. Einige verwenden z.B. ping für Tests, außerdem wird evtl. von einer anderen Maschine zu Testzwecken ein Zonetransfer probiert, bevor der Eintrag in den "richtigen" Server gemacht wird. Erhält man ungenügende Auskunft, so erstellt man eine Firewallregel, die alle Anfragen durchläßt, aber dabei loggen (Es reicht aus, Pakete mir gesetztem SYN-Bit zu loggen, allerdings macht das in der Praxis selten Sinn, da zu verbotenen Ports sowieso nur SYN-Pakete kommen werden, und der Aufwand für die zusätzlichen Regeln [die für TCP] kaum Nutzen bringt, sofern man keine "ACCEPTS" loggt). Dann kann man das Logfile analysieren, und erkennt, welche Maschinen Daten austauschen.

Leider kann man DNS nicht durch den rinetd redirecten, da dieser kein UDP unterstützt.

Da mindestens ein Slave außerhalb des Netzes steht, muß also mindestens dieser durch die Firewall dürfen. Um das testen zu können, sollte immer ein zusätzlicher Host erlaubt werden, also sowohl durch die Firewall dürfen, als auch einen Zonentransfer machen dürfen. Dann kann man nslookup auf diesem Host verwenden, um mit ls <Zonenname> einen Test-Zonetransfer durchzuführen.

Beim ersten Zugriff der Secondaries sollte man immer das Firewall- Log im Auge behalten, da die Provider gern einen Host, der Zugriff benötigt, vergessen. Das ist z.B. die Testmaschine, an dem die Zonen geprüft werden. So sieht man das Problem sofort, und kann eine entsprechende Regel evtl. schnell einfügen.



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