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24 Mehr Informationen als Namen und Adressen

Es gibt RR-Typen, die weniger technischen Aufgaben dienen, sondern allgemeine Informationen liefern. Zunächst gibt es den Typ HINFO, das steht für "Host Information". Damit besteht die Möglichkeit, einen Maschinennamen (Hardware-Namen) und einen Betriebsystemnamen aufzunehmen. Historisch gesehen sollte es dazu dienen, um Dienste von den richtigen Maschinen zu verlangen (z.B. HTTP vom WWW-Server), deshalb sollten diese Werte Abkürzungen aus RFC 1700 (oder Nachfolger) sein, oder auch eigene Abkürzungen. In der Praxis findet dieser RR-Typ nicht die breite Verwendung.

Die Verwendung dieses Records veröffentlicht Informationen, die die Sicherheit beeinflussen können, da ein potentieller Attacker mehr Informationen besitzt, die er gegen das Netz einsetzen kann.

Ein Beispiel wäre:

selflinux.zone
sun12           IN HINFO "Sun Enterprise 450" "SunOS 5.6"
  

Für die Dienstzuordnung dient auch der SRV-Record, der in RFC 2052 beschrieben wird. Dabei wird eine zu einem Namen Assigned Number (d.h. laut RFC 1700) verwendet, die als Prefix vor den Namen gesetzt wird. Sucht ein Client z.B. einen FTP-TCP/IP-Dienst in der Domain selflinux.dx, so würde er nach ftp.tcp.selflinux.de fragen. Ein solcher Datensatz enthält dann die folgenden Felder: Priorität (niedrige werden vorgezogen), Wichtung (größere Server bekommen höhere Nummern), Portnummer (auf der Zielmaschine), Zielmaschine. Ein Beispiel wäre:

selflinux.zone
nntp.tcp        IN SRV   10 0 119   sun12
  

Dieser RR findet anscheinend in der Praxis kaum Verwendung.

Eine weitere Art der Information ist der geographische Standort. Dieser kann mit einem LOC-RR dargestellt werden. Dieser enthält dabei geographische Breite, Länge und die Höhe über dem Meeresspiegel. Das Format des Datensatzes ist Grad, Minuten, Sekunden, N/S (Nord/Süd), Grad, Minuten, Sekunden (Komma erlaubt, z.B. "4.12"), W/E (West/East), Höhe (in Metern). Sekunden und Minuten dürfen weggelassen werden.
Bei der Ermittlung der Werte hilft en  http://www.ckdhr.com/dns-loc/ und sehr gut ist auch en  http://www.mapblast.com/ . Ein Beispiel (Der Ort sei Lat.: 52 56' (etwa 52,9) N, Long.: 12 49' (12,8) E:

selflinux.zone
selflinux.de    LOC    52 55 N    12 50 E    100m
  

Dahinter kann dann noch die Größe, die vertikale, die horizontale Genauigkeit kommen (alle drei in Metern). Damit kann man z.B. die Genauigkeit senken, in dem man sie nur grob auf ein paar tausend Meter angibt, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Näheres siehe RFC 1876.

Diese Informationen können dann z.B. von graphischen traceroute-ähnlichen Programmen verwendet werden, die dann auf einer (Welt-)Karte die Routenwege einzeichnen.


25 Quickstart

Es gibt noch einen ganz anderen, "unorthodoxen" Weg zu einem DNS-Server. Man schreibt einfach alle Daten in die /etc/hosts, und verwendet das Tool h2n. Dieses erzeugt aus der hosts Zonefiles und sogar ein Konfigurationsfile für bind. Es ist durchaus keine schlechte Idee, dieses Tool zum ersten Erstellen der Files zu verwenden, und diese dann weiterzupflegen. Der Autor hat es jedoch nie benutzt, so dass an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen werden kann.



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