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15 Konfiguration des Bind

Nun müssen wir bind entsprechend konfigurieren. Wie schon im ersten Teil wird dabei auf bind-Version 8 und höher eingegangen.

Bei Neuinstallationen sollte keinesfalls mehr bind 4 verwendet werden!

Beginnen wir mit einer typischen Konfiguration für ein kleines Netzwerk. Wir stellen nur einen DNS-Server auf, also soll dieser alle DNS-Funktionen erfüllen: Er soll unsere Zones halten, von Clients/Resolvern als DNS-Server verwendet werden können, und einen Cache aufbauen können, um Datenverkehr zu sparen.

Die Syntax der Konfigurationsdatei ist ähnlich zu C++. Die Datei besteht aus Anweisungen, die jeweils mit einem Semikolon abgeschlossen werden. Anweisungen können auch Blöcke sein. Es gibt Blöcke, die einen Namen haben. Der Block selbst wird in {} geklammert.
Eine wichtige Anweisung bzw. ein wichtiger Block ist options {};. Hier stehen die globalen Optionen. Der andere wichtige Blockname ist zone. Zwischen Zone und den {} Klammern steht der Name der Zone, also 'zone "selflinux.de" {};'.
Kommentare können wie in C++ in "/*" und "*/" gefaßt werden, oder nach "//" bis zum Zeilenende reichen.
Wichtige Anweisungen im Optionsblock sind:

/etc/named.conf
    directory "/var/named" ;    // Verzeichnis mit den Zonefiles
    forwarders {1.2.3.4;        // Welche DNS Server als
                1.2.3.5;};      // Forwarder verwenden?
    // forward only;            // nicht selbst auflösen,
                                // sondern den Forwarder das
                                // machen lassen
    forward first;              // den Forwarder fragen, wenn
                                // der es nicht weiß, selbst
                                // rekursiv nachfragen
  

Den Rest lassen wir erstmal weg, verwenden also die Defaults. Diese wurden beim Compilieren festgelegt. Wenn man ein Paket seiner Distribution verwendet, sollten diese gut zu den anderen passen.

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man keine Forwarders verwenden muß.


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